Media Coverage


Warum Recycling kein Ausweg aus der Materialschlacht ist

Kerstin Krellenberg
2024-01-17
DerStandard
Public Engagement Activities

1.Folge social.house: Nachbarschaft und soziale Teilhabe

Yvonne Franz
2024-01-02
Expert Comment

Städte im Wandel. Visionen für die Zukunft

Yvonne Franz
2023-11-05
Mint Magazine
Expert Comment

STUDENT HOUSING SERIES – VIENNA

Yvonne Franz , Elisabeth Gruber
2023-10-02
Expert Comment

Megaprojekt U-Bahn-Ausbau: Was man da im Wiener Untergrund treibt und worüber Anrainer klagen

Kerstin Krellenberg
2023-09-30

Video mit Videointerview

Kleine Zeitung
Expert Comment

Nachhaltigkeitsberichte helfen Kommunen bei SDG-Fortschritt

Kerstin Krellenberg
2023-09-26
Table.Media (Table.ESG)
Expert Comment

Unberechenbarkeit der Natur

Philipp Marr
2023-09-18
ORF ZIB2
Public Engagement Activities

Wenn der Pegel sinkt: Ökosystemforschung am Neusiedler See

Pamela Alessandra Baur
2023-09-13

Artikel im Rudolphina Onlinemagazin:

https://rudolphina.univie.ac.at/rudolphina-roadtrip-neusiedler-see

Je näher wir dem See kommen, desto steppenartiger erscheint die Landschaft: Ein Storch stochert in der Wiese nach Frühstück, eine Herde grauer Steppenrinder döst friedlich in der Morgensonne, ringsum pannonische Weite. Obwohl wir nur rund 70 Kilometer von Wien entfernt sind, fühlen wir uns plötzlich sehr weit weg und in einem ganz speziellen Naturraum angekommen.

Die Biologische Station Neusiedler See in Illmitz, wo wir heute die Geoökolog*innen Stephan Glatzel und Pamela Baur treffen, liegt inmitten des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel – praktisch, dass Wissenschafter*innen hier alle für die Region charakteristischen Landschaftstypen quasi vor der Haustür finden: vom offenen Seewasser über Salzlacken und Tierweiden bis hin zum Schilfgürtel. Und genau dieser ist heute unser Revier.

Auf selbstgebauten Stegen durchs Schilf

Auf einem Feldweg geht es durch den Schilfgürtel entlang des ein Kilometer langen Kanals in Richtung offener Seefläche. Unterwegs treffen wir auf Ornitholog*innen, die gerade Vogelberingungen durchführen.

Mitten im Schilfgürtel steht das Herzstück der Longterm Wetland Ecosystem Research Core Facility der Universität Wien (LTWER): der ca. 8,5 Meter hohe Eddy-Kovarianz-Messturm. "Mit dieser Anlage messen wir kontinuierlich den Treibhausgasaustausch zwischen dem Schilfgürtel und der Atmosphäre", erklärt Pamela Baur, die sich in ihrer Doktorarbeit mit dieser Thematik befasst hat.

Schilf als Kohlenstoffspeicher

Besonders interessant ist der Schilfgürtel des Neusiedler Sees für die Geoökolog*innen, weil die Kohlenstoffspeicherung und Methanfreisetzung in derartigen Ökosystemen bisher kaum erforscht ist. Als Feuchtgebiet verändert sich der Schilfgürtel besonders stark infolge des Klimawandels.

Der sinkende Wasserspiegel des Neusiedler Sees der letzten Jahre habe zu einer besonders raschen Ausbreitung des Schilfs innerhalb des Schilfgürtels geführt, so Glatzel. Und Baur ergänzt: "Wir haben herausgefunden, dass sich der Schilfgürtel zwischen den Jahren 2019 und 2021 von einer starken zu einer schwachen Kohlenstoffquelle entwickelt hat. Wir finden eine verringerte Methanausstoßung, dafür aber mehr Speicherung von Kohlenstoff in der Schilfbiomasse".

Kinderstube von Fischen und Vögeln in Gefahr

Der sinkende Wasserspiegel der offenen Seefläche hat auch Auswirkung auf den Schilfgürtel selbst. "Dort fallen die Wasserflächen trocken, das Schilf breitet sich aus und übernimmt diese Flächen. Dadurch finden wir auch weniger – bis fast keinen – lateralen Austausch zwischen offener Seefläche und Schilfgürtel", erklärt Baur.

In künftigen Projekten wollen Stephan Glatzel und sein Team ihre geoökologische Forschung stärker mit der zoologischen Forschung verbinden und die Folgen der Austrocknung auf die Tiere im Schilf untersuchen: "Wir sind gespannt, wie die Nahrungsketten im Wasser reagieren, wenn sich der Schilfgürtel ausbreitet. Die zunehmende Abkoppelung des Schilfgürtels vom offenen Wasser hat sicherlich enorme Konsequenzen auf Vögel und Fische, die ihre Kinderstube im Schilf haben".

Was passiert, wenn der Neusiedler See austrocknet?

Der Neusiedler See beheimatet das, nach dem Donaudelta, zweitgrößte zusammenhängende Schilfvorkommen in Europa. Dass sich mit sinkendem Wasserspiegel der Bewuchs immer mehr ausbreite, sei zunächst nicht unbedingt negativ, so Glatzel. Schließlich erfüllt das Schilf wertvolle Ökosystemleistungen: Es nimmt das Treibhausgas CO2 aus der Atmosphäre auf, speichert es in Form von Kohlenstoff in Biomasse und Boden und trägt damit zur Abmilderung des Klimawandels bei. Und: Schilf verdunstet große Mengen an Wasser. Dies hat lokal eine kühlende Wirkung und könnte sogar bewirken, dass letztlich mehr Wasser in der Region bleibt, weil die erhöhte Luftfeuchtigkeit wiederum zu Niederschlägen führt. Wir finden den Aufenthalt im Schilfgürtel trotzdem schweißtreibend. 

"Als Problem sehe ich eine mögliche Austrocknung des Neusiedler Sees in erster Linie für die Tourismuswirtschaft", sagt Glatzel, alles andere sei aus Sicht des Geoökologen vor allen Dingen "interessant". Ein Katastrophenszenario würde erst eintreten, wenn tatsächlich kein Schilf mehr wachsen würde – Vögel würden dann ihre Brutgebiete verlieren, Zugvögel einen wichtigen Ort für ihren Zwischenstopp. 

"Der Neusiedler See ist ein äußerst dynamisches Ökosystem. Diese Wechsel von Austrocknung und Wiederbefeuchtung hatten wir in der Vergangenheit auch schon, durch den Klimawandel werden sie natürlich noch verstärkt", so Glatzel. Der Wissenschafter plädiert dafür, diese Dynamik nicht als Problem wahrzunehmen, sondern als Eigenheit dieses Ökosystems zu akzeptieren und sich zu überlegen, wie man die Region dennoch nachhaltig für den Tourismus attraktiv gestalten könnte.

Rudolphina
Research

#wetland Forschung: Was passiert, wenn der Schilfgürtel am #neusiedlersee austrocknet?

Pamela Alessandra Baur
2023-09-13

Video im Youtube-Channel der Universität Wien:

https://www.youtube.com/watch?v=JMpvLw6pr9Q&t=2s

"Der Neusiedler See ist ein äußerst dynamisches Ökosystem, die Wechsel von Austrocknungen und Wiederbefeuchtung gab es in der Vergangenheit auch schon und sie werden durch den Klimawandel natürlich noch verstärkt", erklärt Stephan Glatzel, Leiter der Core Facility for Long Term Wetland Ecosystem Research der Universität Wien, die an der Biologischen Station Illmitz angesiedelt ist. Und betont: "Diese Dynamik sollte jedoch nicht als Problem angesehen werden."

Gemeinsam mit seinem Team erforscht Glatzel am Neusiedler See den Kohlenstoff und Wasserkreislauf des Schilfgürtels und warum dieser für das Ökosystem des gesamten Neusiedler Sees so wichtig ist. "Die zunehmende Trockenheit stellt die Gesellschaft vor die Frage, wie sie mit dem Ökosystem des Neusiedler Sees künftig umgehen möchte", so Glatzel, der im Video durch die Forschungsstation am Neusiedler See führt und gemeinsam mit der Doktorandin Pamela Baur erklärt, warum die Zuführung von Wasser aus der Donau in den Neusiedler See Folgen hätte, die noch nicht abschätzbar sind.  

00:00 Stephan Glatzel stellt die Core Facility LTWER der Universität Wien vor
00:20 Intro
00:29 Herausforderung Klimawandel
00:47 Pamela Baur erklärt den Eddy-Kovarianz Messturm 
00:56 Mehr Speicherung von Kohlenstoff im Schilf
01:17 Sinkender Wasserspiegel: Schilf breitet sich aus
01:50 Wasseranalysen: Den Schilfgürtel verstehen
02:06 Ein dynamisches Ökosystem
02:25 Wasserzufuhr: Folgen nicht abschätzbar
02:51 Austrocknungen und Wiederbefeuchtung im Wechsel

Die Forscher*innen wollen den Schilfgürtel als Ganzes verstehen, dafür entnehmen sie u.a. Wasserproben. Pamela Baur untersucht außerdem mit dem Eddy-Kovarianz Messturm den Treibhausgasaustausch zwischen Landoberfläche, dem Schilfgürtel und der Atmosphäre. "Wir haben herausgefunden, dass sich der Schilfgürtel zu einer schwachen Kohlenstoffquelle entwickelt hat. Das heißt, wir haben auch eine verringerte Methanausstoßung, aber dafür mehr Speicherung von Kohlenstoff im Schilf." 

Youtube Channel der Universität Wien
Research

Wiener Tourismus will nachhaltiger werden

Kerstin Krellenberg
2023-08-13

ORF Online Artikel mit Expertinnenmeinung

Online Artikel ORF.at
Expert Comment

Unser Lebensraum ist eine enden wollende Ressource

Yvonne Franz , Martin Heintel
2023-05-07
Public Engagement Activities

Wien wächst: 2-Millionen-Marke könnte noch heuer geknackt werden

Kerstin Krellenberg
2023-04-16
Expert Comment

Kipppunkte in Mathematik, Ökologie und Geografie - Heute vor dem Abgrund, morgen einen Schritt weiter?

Harald Sterly
2023-04-13
In allen komplexen Systemen gibt es kritische Grenzwerte, deren Überschreiten gravierende, oft unumkehrbare Folgen hat. Das Verständnis dieser "Kipppunkte" ist essentiell, um die Beziehung "Planet und Mensch" retten zu können. Wir fragen die Mathematiker*innen Sara Merino-Aceituno und Henk Bruin, die Ökologin Christina Kaiser und den Geografen Harald Sterly.
Public Engagement Activities

Kommerz und Öffentlichkeit - Kampf um werbefreie Städte

Kerstin Krellenberg
2023-03-11
ORF TOPOS
Expert Comment

NBS Knowledge Lab Webinar: Climate Change – From Risk to Resilience

Ayansina Ayanlade
2023-02-15

In this webinar, we bring together experts who attended COP27 in Egypt to reflect on the progress made during the event and the path ahead.

 

https://youtu.be/g_DkWH4lIOc

 

Youtub
Public Engagement Activities

Mehr Finanzbildung für Geografielehrer

Christiane Hintermann
2022-11-15
Die Presse
Public Engagement Activities

Finanzwissen vermitteln und ECTS-Punkte sammeln

Christiane Hintermann
2022-11-15

Berichterstattung zur gemeinsamen Pressekonferenz Uni Wien/Fachdidaktik Geographie und wirtschaftliche Bildung und Oesterreicher Nationalbank

Salzburger Nachrichten
Public Engagement Activities

Studierende sollen Finanzwissen vermitteln

Christiane Hintermann
2022-11-14
orf.at
Public Engagement Activities

Finanzbildung: Nationalbank und Uni Wien bauen Lehrerausbildung aus

Christiane Hintermann
2022-11-14
Kleine Zeitung
Public Engagement Activities

Finanzbildung: Kooperation zwischen Uni Wien und OeNB

Christiane Hintermann
2022-11-14
Public Engagement Activities

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03.04.2019
 

Wenn das Land mit den meisten Muslimen wählt

Gastkommentar von Gunnar Stange in der Wiener Zeitung